Wie verändert sich der Nährstoffbedarf nach der Geburt?

Auch während der Stillzeit solltest du mit Bedacht essen. Denn alles, was du zu dir nimmst, gibst du über die Muttermilch an dein Baby weiter.

Das Baby ist da, der kugelrunde Bauch verabschiedet sich und die Schwangerschaft ist bald nur noch eine schöne Erinnerung. Mit der Geburt endet auch die Zeit der Entbehrungen in der Ernährung; endlich sind Camembert und Räucherlachs nicht mehr auf der roten Liste. Dennoch solltest du weiterhin mit Bedacht essen und Wert auf frische und gesunde Lebensmittel legen. Denn alles, was du zu dir nimmst, gibst du über die Muttermilch an dein Baby weiter.

Aufgabe des Körpers: Ernähre Mutter und Kind

Die nationale Stillkommission der Europäischen Lebensmittelbehörde empfiehlt, Babys die ersten vier bis sechs Monate ausschließlich zu stillen. In dieser Zeit ist deine Muttermilch der beste Nährstofflieferant für dein Kind. Um Muttermilch zu bilden bedient sich dein Körper an seinen eigenen Reserven. Bestimme Nährstoffe werden zudem in höherer Menge benötigt, beispielsweise Jod oder Folsäure. Eine ausreichende Nährstoffversorgung unterstützt ein gesundes Wachstum und eine normale Entwicklung deines Babys. Um sicherzustellen, dass du alle Nährstoffe, die du jetzt brauchst, in ausreichender Menge zu dir nimmst, kann ein Nahrungsergänzungsmittel für die Stillzeit, wie beispielsweise tetesept Femi Baby® empfehlenswert sein. Durch das Stillen steigt zudem dein Energiebedarf: ca.300 bis 600 Kalorien mehr am Tag solltest du zu dir nehmen. Du merkst: Die Stillzeit ist kein guter Zeitpunkt für Diäten. Erste Schwangerschaftspfunde purzeln oft allein schon durch das Stillen, den Rest kannst du in Angriff nehmen, sobald du abgestillt hast.

Am besten ist es, du orientierst dich weiterhin am Speiseplan aus der Schwangerschaft. Viel frisches Obst und Gemüse sollten die Basis bilden, dazu versorgen dich Vollkornprodukte und Kartoffeln mit hochwertiger Energie. Tierische Produkte wie Eier, Fleisch und Wurst sowie Milchprodukte ergänzen ab und an den Speiseplan. Industriell verarbeitete Snacks und Süßigkeiten solltest du weiterhin meiden, ebenso tabu sind weiterhin Alkohol und Nikotin. Fettreicher Seefisch hingegen darf weiter bis zu zweimal die Woche auf den Tisch: Lachs, Makrele, Sardine oder auch Hering liefern wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Die Aufnahme der Omega-3 Fettsäure DHA (Docosahexaensäure) durch die Mutter unterstützt die gesunde Entwicklung von Gehirn und Augen deines Kindes . Viele Frauen verspüren beim Stillen starken Durst. Achte darauf, dass du ausreichend Flüssigkeit über den Tag verteilt zu dir nimmst, am besten bis zu zwei Liter. Geeignet dafür sind Mineralwasser, dünne Saftschorlen sowie Kräuter und Früchtetees ohne Zucker.

Viele Frauen erhalten in der Stillzeit den Ratschlag, bestimmte Lebensmittel konsequent zu meiden, da sie dem Baby nicht bekommen. Bevor du jedoch von vorneherein darauf verzichtest ist es sinnvoller, diese Lebensmittel auszuprobieren und die Reaktion deines Kindes zu beobachten. Sollte dein Kind z.B. unter Blähungen leiden, könntest du testen, ob es Besserung bringt, auf Kohl und Zwiebeln zu verzichten. Der Verzehr von Zitrusfrüchten wird immer wieder für einen wunden Po verantwortlich gemacht. Dies konnte wissenschaftlich allerdings nicht belegt werden. Auch hier gilt: Ausprobieren. Manche Babys reagieren empfindlich, andere jedoch gar nicht. Unter Umständen ist ein Verzicht also gar nicht nötig.

[1] Der von Fachgesellschaften empfohlene Tagesbedarf an Omega-3 Fettsäuren (DHA + EPA) liegt bei 250mg. Dieser wird in der Regel über die normale Ernährung gedeckt. Schwangeren wird empfohlen, zusätzlich zum normalen Bedarf noch mind. 200mg DHA einzunehmen.

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