Tabus und Alternativen

Während der Schwangerschaft gibt es einige Tabus – aber auch Alternativen. Hier haben wir dir wichtige Hinweise und auch Tipps zusammengestellt.

Dein Körper muss in der Schwangerschaft viel leisten und verändert sich stark. Zeit, ihm besondere Aufmerksamkeit zu schenken. In deiner Schwangerschaft erlebst du eine Zeit der Wunder, musst aber auch Vorsicht walten lassen. Auch in deinem Alltag werden dir nun Dinge begegnen, die du in dieser Phase nicht oder nur eingeschränkt tun solltest. Hier haben wir dir wichtige Hinweise und auch Tipps zusammengestellt:

Klettern, Mountainbiking

Besser nicht:

Klettern, Mountainbiking oder andere Sportarten, die mit einem erhöhtem Sturz- oder Verletzungsrisiko einhergehen.

Probier’s mal mit:

… sanften Sportarten wie Schwimmen oder Yoga. Auch ein zügiger Spaziergang an der frischen Luft tut gut.

Fliegen

Besser nicht:

Fliegen solltest du ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr. Der Dachverband der Fluggesellschaften, IATA, empfiehlt, dass Schwangere ab der 36. Woche nur noch mit einem ärztlichen Attest befördert werden sollten. Manche Fluggesellschaften sind sogar noch strenger und verlangen diese Bescheinigung bereits früher.

Probier’s mal mit:

… kürzeren Reisen, zum Beispiel mit dem Zug. Hier hast du mehr Beinfreiheit, kannst zwischendurch aufstehen und ein paar Schritte gehen und damit starken Schwellungen in den Beinen entgegenwirken. Auch das Auto eignet sich gut als Reisemittel, wenn du zwischendurch an Pausen denkst.

Einengende Kleidung

Besser nicht:

Einengende Kleidung solltest du vermeiden. Es ist normal, dass sich dein Körper schon verändert, noch bevor das Bäuchlein erstmals zu sehen ist. Das Gewebe wird weicher, Wasser lagert sich ein und deine Figur wird weiblicher. Zu enge Kleidung kann in die Haut einschneiden und sogar die Blutversorgung unterbrechen.

Probier’s mal mit:

… mit speziellen Schwangerschaftsstrumpfhosen, die Platz für den wachsenden Bauch lassen. Auch ein größerer, weicher BH ist angenehm und stützt die größer werdende Brust. Schuhe sind in den letzten Schwangerschaftswochen, wenn vermehrt Wasser eingelagert wird, oft als Slip-Ons oder mit Klettverschluss bequem.

Zudem isst bei jedem Bissen von nun an auch dein Kind mit. Das bedeutet nicht nur, dass du seine Entwicklung mit einer ausgewogenen Ernährung bestmöglich fördern kannst, sondern auch, dass du bestimmte Lebensmittel besser meidest, denn sie könnten ihm schaden. Wir haben dir eine Liste mit Lebensmitteln zusammengestellt, die du in der Schwangerschaft besser meiden solltest – und dir Alternativen herausgesucht, die den Verzicht erleichtern.

Alkohol

Besser nicht:

Alkohol ist ein Nervengift, das die kognitive und körperliche Entwicklung deines Babys schädigt. Daher sollte Alkohol konsequent gemieden werden, auch beim feierlichen Anstoßen auf die Schwangerschaft.

Probier’s mal mit:

… einem Schluck Saft, aufgegossen mit prickelndem Mineralwasser. Ein Blatt frische Minze und ein Eiswürfel dazu und das Anstoßen ist ebenso feierlich. Am Abend hilft eine Tasse Kräutertee beim Abschalten und Entspannen.

Rohmilchprodukte

Besser nicht:

Rohmilchprodukte bergen das Risiko einer gefährlichen Infektion mit Listeria-Bakterien bei deinem Baby. Verzichte daher auf Weichkäse wie Brie, Camembert, Ziegen- oder Blauschimmelkäse.

Probier’s mal mit:

… festem, gereiftem Käse aus wärmebehandelter Milch. Wichtig ist, dass du die Rinde sorgfältig abschneidest. Bist du dir unsicher, ob der Käse aus Rohmilch hergestellt wurde, so schau auf die Verpackung oder frag bei der Verkäuferin nach.

Rohe oder nicht durchgegarte Eier

Besser nicht:

Rohe oder nicht durchgegarte Eier können bei dir zu einer Salmonellen-Vergiftung führen. Leidet die Mutter, leidet auch das Baby, daher solltest du auf Produkte wie Tiramisu, Mayonnaise oder Sauce Hollandaise verzichten.

Probier’s mal mit:

… einer Schale Pannacotta oder einer Portion Eis zum Nachtisch. Statt Mayonnaise schmeckt oft auch Senf oder Ketchup und zum Spargel passt sehr gut zerlassene Butter mit ein wenig Muskat.

Innereien

Besser nicht:

Innereien wie Leber oder Nieren sind oft mit Schadstoffen belastet und enthalten darüber hinaus sehr viel Vitamin A. Letzteres kann in Überdosierung zu negativen Auswirkungen bei deinem Baby führen.

Probier’s mal mit:

… jeglicher anderer Sorte Fleisch – solange es gut durchgegart ist.

Rohes Fleisch

Besser nicht:

Rohes Fleisch birgt die Gefahr einer Listeriose. Eine Infektion mit Listerien-Bakterien kann für dein Baby lebensgefährlich sein.

Probier’s mal mit:

… einem durchgebratenen Steak, Kochschinken statt rohem Schinken, oder du greifst statt zum rohen Mett zu fettarmen Brotaufstrichen, zum Beispiel auf Basis von Linsen.

Thunfisch, Schwertfisch, Steinbeißer

Besser nicht:

Thunfisch, Schwertfisch, Steinbeißer sind oft mit Schwermetallen wie Quecksilber belastet. Dies kann unter Umständen zu Entwicklungsstörungen bei deinem Baby führen.

Probier’s mal mit:

… frischem Süßwasserfisch wie Forelle oder Renke oder fettreichem Seefisch wie Lachs, Makrele, Sardine oder Hering.

Koffeinhaltige Getränke

Besser nicht:

Koffeinhaltige Getränke wie Cola, Energydrinks.
Kaffee und grüner oder schwarzer Tee können aufputschend wirken und den Blutdruck in die Höhe treiben. Mehr als 2–3 Tassen am Tag solltest du daher nicht zu dir nehmen. Daher solltest du den Tee nur sehr kurz ziehen lassen.

Probier’s mal mit:

… Wasser, ungesüßten Kräuter- oder Früchtetees oder dünnen Saftschorlen.

Rohkost und Kräuter

Besser nicht:

Rohkost und Kräuter können mit Parasiten befallen sein, die bei deinem Baby eine gefährliche Toxoplasmose auslösen können. Du solltest daher auf verzehrfertig abgepackten Salat verzichten und alle Produkte gut waschen.

Probier’s mal mit:

… einem ganzen, frisch gekauften und gut gekühlten Kopf Salat. Achte darauf, ihn sorgfältig zu waschen, und iss ihn zügig.