Hebammen-Interview

Andrea Wagner, seit 22 Jahren als Hebamme tätig erzählt aus ihrem Berufsalltag und beantwortet Fragen rund um die Themen Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit.

Andrea Wagner, 44 Jahre aus Neuss, vier Kinder, seit 22 Jahren als Hebamme tätig, seit 2013 freiberuflich.
Meine Schwerpunkte liegen in der

  • Geburtsvorbereitung für Paare
  • Schwangerennachsorge im Wochenbett
  • Säuglingspflege
  • Stillberatung/ Behandlung von Stillproblemen im Rahmen der Nachsorge

Mein Motto ist:

„Die schönen Dinge im Leben muss man mit den eigenen Augen sehen!“
Und deshalb schaue ich sie mir auch jeden Tag aufs Neue an.

1. Du bist schon seit vielen Jahren Hebamme. Was liebst du an deinem Beruf?

Ich liebe es, dass ich Menschen in herausfordernden und sehr persönlichen Momenten ihres Lebens eine wertvolle Hilfe und Unterstützung sein kann. Ich gebe sehr viel von mir, bekomme aber genau so viel auch wieder zurück.

 

2. Was gehört eigentlich alles zu den Aufgabengebieten von Hebammen?

Die Aufgaben einer Hebamme sind nicht abschließend definiert. Die folgenden Punkte charakterisieren das Aufgabenspektrum einer Hebamme aber gut:

  • Vorgespräche und Beratung in der Schwangerschaft
  • Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden
  • Leitung der Geburt im Kreißsaal: aktive Geburtshilfe
  • Wochenbettbetreuung nach der Geburt (als Hausbesuche)
  • Beratung bei Still- und Ernährungsproblemen des Säuglings
  • Geburtsvorbereitungskurse für Paare
  • Rückbildungskurse
  • Homöopathische Behandlungen
  • Trageberatung
  • Beikosteinführung nach der Stillphase
  • Beratung über die Säuglingspflege

 

3. Worauf sollte man bei der Suche/Auswahl einer Hebamme achten?

In einem persönlichen Vorgespräch sollte man prüfen, ob die Hebamme einem sympathisch ist und ein Vertrauensverhältnis besteht. Das Verhältnis in der Vorsorge, während der Entbindung und auch in der Nachsorge ist überaus persönlich; dafür ist eine Vertrauensbasis enorm wichtig. Wichtig ist zudem, dass man sich frühzeitig auf die Suche macht, denn es herrscht leider ein großer Hebammenmangel.

 

4. Was rätst du Frauen in der Schwangerschaft, worauf sollten sie in dieser Zeit besonders achten?

Die Frauen sollten ihre Schwangerschaft sehr bewusst angehen. Das bedeutet vor allem eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung. Außerdem sollten sie ausreichend trinken und sich auch genügend Ruhe- und Erholungszeiten gönnen. Alles was sie unnötig stresst sollten sie vermeiden.

 

5. Gesunde Ernährung ist in der Schwangerschaft wichtig. Welche Empfehlungen hast du für werdende Mütter?

Werdende Mütter sollten auf eine ausgewogene Ernährung achten. Das bedeutet vor allem viel frisches Obst und Gemüse. Außerdem ist es in der Schwangerschaft wichtig, dass der Körper ausreichend mit Folsäure versorgt wird. Dies beugt Fehlbildungen (Neuralrohrdefekt) vor. In der Schwangerschaft kann es darüber hinaus schnell zu einer Unterversorgung mit Eisen und wichtigen Mineralstoffen, z.B. Magnesium, kommen. Ein Nahrungsergänzungsmittel, welches auf den besonderen Bedarf in der Schwangerschaft zugeschnitten ist, kann diese fehlenden Nährstoffe gezielt zuführen.

 

6. Typische Begleiterscheinungen der Schwangerschaft sind Übelkeit und schlechter Schlaf. Was sind deine Tipps?

Bei Übelkeit in der Schwangerschaft empfehle ich Akkupunktur. Auch ein Ingwertee kann helfen. Ein weiterer Tipp: Nicht mit nüchternem Magen Aufstehen, sondern bereits im Bett eine Kleinigkeit essen. Nach Absprache mit der Hebamme kann man auch etwas homöopathisches nehmen. Bei Schlafproblemen sollte man sich einfach auch tagsüber nochmal hinlegen und ausruhen.

 

7. Welchen Rat hast du für Väter – wie sollten sie sich verhalten?

Die Rolle der Väter ist nicht zu unterschätzen, sowohl in der Schwangerschaft als auch unter der Entbindung und danach. Nach der Entbindung, im sogenannten Wochenbett, ist ihre Unterstützung in besonderem Maße gefragt: Sie können ausreichende Ruhephasen schaffen, den unter Umständen lästigen Besuch der Familie fernhalten und für den Haushalt sorgen. Natürlich sind sie auch in allen Themen wie Wickeln und Füttern gleichberechtigt eingebunden. Nur mit dem Stillen klappt das meistens noch nicht 🙂

 

8. Was sind die häufigsten Fragen von werdenden Müttern?

Die Fragen der werdenden Mütter sind sehr vielfältig. Ein wichtiges Thema sind die hormonellen Umstellungen des Körpers und ihre Begleiterscheinungen. Viele Fragen erreichen mich auch zum Stillen. Bereits vor der Geburt machen sich viele Frauen bereits Sorgen, ob das Stillen denn gut funktionieren wird. Viele Paare informieren sich auch einfach nur über die optimale Erstausstattung für ihr Baby, sozusagen die ganz normalen Fragen zum „Nestbau“.

 

9. Welche Tipps gibst du Müttern zur Geburt?

Ich versuche in meinen Geburtsvorbereitungskursen nicht nur die Mütter, sondern auch die Väter optimal auf die Geburt vorzubereiten. Dabei verfolge ich in meinen Kursen folgende Ziele:

  • Durch Wissensaufbau Sorgen und „Ängste“ reduzieren
  • Förderung des eigenen Körperbewusstseins durch Entspannungs- und Atemübungen
  • Steigerung des Selbstvertrauens
  • Soziale Kontakte zu Menschen in der gleichen Lebenssituation knüpfen
  • Ermutigung der Eltern zur Übernahme der Verantwortung für ihre eigene Gesundheit und die Gesundheit ihres Kindes
  • Auf das Leben mit Kind vorbereiten
  • Eine Vorstellung davon entwickeln, wie das Leben zu Dritt aussieht
  • Die Vaterrolle positiv und aktiv Gestalten
  • Veränderungen des Körpers in der Schwangerschaft und in der Stillzeit begreifen
  • Die Vorteile des Stillens kennenlernen
  • Anregungen und nützliche Tipps verstehen, die sich im praktischen Hebammenalltag bewährt haben

 

10. Wie kann man Mütter/ Familien im Wochenbett optimal unterstützen?

Die optimale Unterstützung sollte sich meiner Meinung nach auf die praktischen Dinge des Alltages konzentrieren, dabei aber sehr diskret sein. Das kann dann konkret so aussehen, dass man nach vorheriger Abstimmung Mahlzeiten zubereitet oder vorbeibringt, Wäsche wäscht, mal durchputzt oder auch Einkäufe oder kleine Erledigungen übernimmt. Das alles sorgt bei den Eltern für Entspannung und Ruhephasen. So kann die Zeit des Wochenbettes gut gelingen.

 

11. Stillen oder Fläschchen geben – wie stehst du dazu?

Stillen ist praktisch und kostengünstig, Muttermilch ist jederzeit und überall richtig temperiert und in ausreichender Menge vorhanden. Zudem vertieft das Stillen die Mutter-Kind-Beziehung und ist auch mit gesundheitlichen Vorteilen für die Mutter verbunden. Stillende brauchen durchschnittlich weniger Medikamente bei der Rückbildung, haben seltener Gewichtsprobleme und können ein geringeres Risiko für Brustkrebs haben als Mütter, die Flaschennahrung füttern. Die Kinder haben zudem ein geringeres Allergierisiko. Wenn das Stillen aber aus gesundheitlichen oder anderen Gründen einmal nicht funktioniert, ist das aber auch kein Drama. Heutzutage gibt es eine ausreichende Anzahl von Milchpräparaten, die dann als Alternative trotzdem für eine ausgewogene Ernährung des Säuglings sorgen.

 

12. Was legst du frischgebackenen Müttern/Vätern besonders ans Herz?

Mein Ratschlag ist, immer für ausreichend Ruhephasen zu sorgen. Schläft das Kind, legt euch auch einfach hin und macht die Augen zu. Auch ist es ratsam, sich in anstrengenden Phase (z.B. Schreiphasen) abzuwechseln. So kann sich immer einer von beiden ausruhen und neue Kraft schöpfen.

 

13. Empfiehlst du Schwangeren/ Müttern Nahrungsergänzungsmittel?

Ja, unbedingt empfehle ich Schwangeren und Müttern Nahrungsergänzungsmittel, da eine ausgewogene Versorgung des Körpers in der Schwangerschaft allein über die Nahrung fast nicht möglich ist. Hier denke ich vor allem an Folsäure, Eisen, Magnesium. Insbesondere in der Schwangerschaft ist eine ausreichende Versorgung mit diesen Nährstoffen besonders wichtig. Nahrungsergänzungsmittel können helfen, den Nährstoffbedarf zu decken und sorgen für eine gesunde Entwicklung des ungeborenen Lebens.

 

14. Was hältst du von tetesept Femi Baby®?

Ich bin der Meinung, dass tetesept Femi Baby® ein hervorragendes Produkt ist, welches insbesondere auf den erhöhten Bedarf an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen während der Schwangerschaft bestens abgestimmt ist. Dadurch fällt es leicht, mit einem einzigen Produkt den Bedarf ganz gezielt zu decken. Es ist gleichermaßen für die Phase vor der Schwangerschaft als gezielte Vorbereitung, als auch für die Schwangerschaft und für die Stillzeit geeignet. So kommt man mit einem einzigen Produkt aus und muss nicht ständig wechseln. Das Preis-Leistungsverhältnis und die Verfügbarkeit im Drogeriehandel finde ich sehr positiv. Andere Produkte sind da wesentlich teurer und bieten oft nicht diese breite Abdeckung.

 

 15. Warum würdest du Frauen die Einnahme von tetesept Femi Baby® empfehlen?

tetesept Femi Baby® sorgt für eine rundum ausgewogene Versorgung in den besonders wichtigen Phasen vor, während und nach der Schwangerschaft und bietet somit in einem Produkt die vollständige Abdeckung. Es ist im Handel gut erhältlich und liefert ein sehr gesundes Preis-/Leistungsverhältnis. Was will man mehr?

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